Technik

Verlinkung

Die Verbindungen im HansaLink werden über das HAMNET (Linkstrecken auf 5 GHz) aufgebaut. Diese Verbindungen basieren auf dem TCP/IP-Protokoll und sind mit Sprachübertragungen im Internet wie z.B. bei Skype vergleichbar. Die Sprache wird also im Quell-Relais digitalisiert, als Daten über das HAMNET geschickt und beim Ziel-Relais wieder in Sprache umgewandelt. Dies bietet völlig neue Möglichkeiten, da erstmals Verlinkungen auch ohne den Einsatz des Monitoring-Verfahrens (die Relais müssen sich gegenseitig hören) oder das Internet möglich werden. Die Übertragung erfolgt mit einer Latenz von typisch 2..10 ms zum Nachbar-Relais. Die meisten Verbindungen erlauben hohe Datenraten, sodass die Audiodaten nicht komprimiert werden müssen und 1:1 übertragen werden können. Lediglich auf wenigen Strecken wird der Speex-Codec für eine geringe Kompression verwendet, eine Veränderung der Signale ist nicht feststellbar, ein Qualitätsverlust tritt praktisch nicht auf.

Hardware-Plattform

Alle Relais basieren auf folgender Hardware:

HF-Komponenten

Als HF-Komponenten sind prinzipiell alle Geräte einsetzbar. In der Praxis kommen derzeit Motorola GM 340/900/950/1200 sowie MC Micro zum Einsatz, die Anschlussplatine (s.u.) ist hierfür ausgelegt. Transceiver können bei Bedarf häufig über die Interessengemeinschaft Amateurfunk Osnabrück beschafft werden, Ansprechpartner ist Jochen Witte, DL7JW.

Relais-Steuerung

Die Steuerung erfolgt mittels PC-Software. Dementsprechend wird ein PC als Basiskomponente benötigt. Aus Gründen der Leistungsaufnahme kommt hier i.d.R. stromsparende Embedded-Hardware zum Einsatz. Jeder PC ab ca. 1000 MHz, 256 MB RAM und 2 GB Festplatte ist hierfür ausreichend. Die Interessengemeinschaft Amateurfunk Osnabrück sowie die
I.A.F. Emsland haben hierfür eigens einen größeren Posten Mini-Systeme erworben, die zum Selbstkostenpreis abgegeben werden können.

Software

Als Software kommt SvxLink von Tobias Blomberg, SM0SVX, zum Einsatz. Für HansaLink wird diese modifiziert und erweitert von DO6NP. Der Einsatz eerfolgt derzeit in den meisten Fällen unter
Debian GNU/Linux, es ist aber auch jede andere Linux-Distribution (Suse, Fedora…) möglich.

Anschluss-Platine

Auf Basis einer Entwicklung von S54S hat Kai Siebels, DH0SK, eine spezielle Anschluss-Platine
entwickelt. –> Weitere Informationen zur Platine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.